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Lohnkostenentwicklung
in Mitteleuropa
Viele Unternehmen haben ihre Produktion nach dem Fall des Eisernen
Vorhangs nach Mitteleuropa verlagert. Auch wenn einige Firmen den
Schritt mangels geeigneter Vorbereitung und schwierigen Partnern
bereut haben, ist der Trend ungebrochen, ja er wird durch die EU
Osterweiterung noch unterstützt.
Wie sind nun wirklich die Lohnkosten und was ist in Zukunft zu
erwarten? Béla Galgószi von der IAO hat dies kürzlich
untersucht ():
Die monatlichen Bruttoeinkommen liegen bei ca. 150€ in Rumänien
und Bulgarien, zwischen 200 und 240€ in den baltischen Staaten
und zwischen 400 und 500 € in der Tschechischen Republik, Polen,
Ungarn und der Slowakei. Zuschläge zum Bruttolohn variieren
je nach Land und Region stark.
In den letzten 10 Jahren hat es erhebliche Produktivitätsfortschritte
gegeben. Die Löhne sind auch gestiegen, allerdings gibt es
starke Verzerrungen:
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Die großen Produktivitätsfortschritte
in Ungarn führten nicht zu Lohnanstiegen |
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In Rumänien und Bulgarien
gab es Lohnrückgänge bei gleichzeitig erreichten Produktivitätsfortschritten |
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Die hohen Produktivitätsfortschritte
in Polen führten in geringem Umfang zu Lohnansteigen |
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In der Tschechischen Republik
und der Slowakei rechtfertigen die Produktivitätsfortschritte
den Lohnanstieg nur teilweise |
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Die Baltischen Staaten zeigen
Lohnsteigerungen in wesentlich größerem Umfang als
es die Produktivitätsfortschritte rechtfertigen. |
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Dies bedeutet, dass es mittelfristig größere Anpassungsbewegungen
geben wird und diese bei Überlegungen der Produktionsverlagerungen
zu berücksichtigen sind.
Nach wie bietet Mitteleuropa attraktive Industriestandorte, niedrige
Lohnkosten sind aber kein Allheilmittel. Wenn die Prozesse am Heimatstandort
nicht richtig funktionieren, verstärkt eine Verlagerung nur
die Ineffizienz, man handelt sich dann oft neue Probleme ein.
Egal wo man produziert, beherrschte Prozesse und ein konsequentes
Managementsystem sind von entscheidender Bedeutung.
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